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2 | ZAHLEN, DATEN & FAKTEN
zählt, bleibt es bei einem 1:2 aus grün-weißer Sicht (23.).
Die englischen Wochen gehen weiter und der SK Rapid
gastiert wenige Tage später in der zweiten Runde im
UNIQA ÖFB Cup beim SV Mattersburg. Ein sehr langer
Abend, denn die Entscheidung fällt erst im Elfmeterschießen.
Nach einem 1:1 nach Verlängerung (Rapid-Tor
durch Christoph Knasmüllner) wird Goalie Richard
Strebinger zum Held. Er hält den entscheidenden Versuch
der Gastgegber und somit heißt es am Ende 6:5
für Rapid nach Elfmeterschießen. Alle Rapidler treffen,
Stefan Schwab, Andrija Pavlovic, Mateo Barac, Deni
Alar und Dejan Ljubicic beweisen Nervenstärke. Ungetrübt
ist der Jubel aber nicht, viele Diskussionen gibt es
im Nachgang um eine vermeintliche Geste von Trainer
Goran Djuricin in Richtung eines Anhängers (26.).
Die allgemeine Missstimmung wird leider auch durch die
Vertragsverlängerung von Boli Bolingoli (bis 2021) und
Thomas Murg (2022) sowie einen offenen Brief von
Präsident Michael Krammer an die Rapid-Familie nicht
vertrieben, im Gegenteil, durch die überraschende
0:2-Heimniederlage gegen den SKN St. Pölten im letzten
Match des Monats wird der Unmut noch größer. Knapp
nach Spielende wird Goran Djuricin freigestellt und es
startet eine kurze Suche nach einem Nachfolger (29.).
OKTOBER 2018
Dieser ist bereits knapp 48 Stunden später fixiert und
ein alter Bekannter in Hütteldorf. Mit Dietmar Kühbauer,
zwei Tage zuvor noch siegreicher Coach im Allianz Stadion
mit den Wölfen aus der niederösterreichischen
Hauptstadt, kommt ein Mitglied der Rapid-Jahrhundertelf
zu seinem Herzensklub zurück. Als neuen Co-Trainer
bringt „Don Didi“ seinen langjährigen Weggefährten
Manfred Nastl mit (1. Oktober).
Das Debüt findet dann gleich auf der ganz großen
Bühne vor fast 50.000 Zuschauern statt. Im legendären
Ibrox Stadium liefert Grün-Weiß gegen den Rangers FC
aus Glasgow einen großen Kampf und geht auch durch
Veton Berisha in Führung. Der schottische Rekordmeister
hat aber das bessere Ende für sich, zwei späte Tore
führen zu einer 1:3-Niederlage in der zweiten Runde der
UEFA Europa League. Mateo Barac muss nach starker
Leistung mit einer tiefen Wunde am Kopf vorzeitig raus
und einige Zeit pausieren (4.).
Nur drei Tage später folgt das Debüt von Didi Kühbauer
als grün-weißer Cheftrainer in Hütteldorf und mit dem
SV Mattersburg kommt der Klub der Heimatgemeinde
des neuen Rapid-Coachs als Gegner. Dank einem
frühen Treffer von Christoph Knasmüllner dürfen über
18.000 Fans im Allianz Stadion über drei dringend
benötigte Punkte jubeln (7.).
Die Länderspielpause nutzt das neue Trainerteam zu
einem Testmatch im Waldviertel. Beim SV Horn gewinnt
eine kombinierte Auswahl aus Profis und Spielern von
SK Rapid II mit 1:0, den einzigen Treffer erzielt Nemanja
Tomasevic in der 26. Minute (12.).
Mit einer herben Schlappe geht es dann nach dieser
Pause weiter und das Liga-Auswärtsdebüt von Didi
Kühbauer endet mit einem 0:3 bei Aufsteiger Hartberg.
Eine Niederlage, die auch in dieser Höhe verdient ist
und wenig Gutes für das nächste Europa-League-Match
beim FC Villarreal erahnen lässt (20.). Leider erfüllen
sich die Befürchtungen in Spanien, beim „Gelben
U-Boot“ geht Grün-Weiß dann auch richtig unter – 0:5
(25.).
Der Oktober endet zumindest in der Liga versöhnlich.
Vor dem Match gegen die Admira werden zuerst fast
17.000 Euro an die Krebsvorsorge-Initiative Pink Ribbon
übergeben, dann sorgt Veteran Mario Sonnleitner mit
dem ersten Doppelpack in seiner langen Karriere für
einen 2:0-Heimsieg vor 14.600 Zuschauern (28.).
Nur drei Tage später keimt dann große Hoffnung auf. Bei
Angstgegner Wolfsberg tritt Grün-Weiß souverän wie
selten zuvor auf und gewinnt im Achtelfinale des UNIQA
ÖFB Cup ganz sicher mit 3:0, Andrija Pavlovic legt mit
einem Doppelpack in der ersten Halbzeit den Grundstein,
Christoph Knasmüllner sorgt schon wenige
Minuten nach Seitenwechsel für den Endstand (31.).
NOVEMBER 2018
Die 13. Bundesliga-Runde bringt unserer Mannschaft
dann kein Glück. Beim SCR Altach, wo die Trauben seit
dem Wiederaufstieg der Vorarlberger traditionell hoch
hängen, sieht es in der ersten Halbzeit zwar nach einem
sicheren Auswärtssieg aus, doch am Ende steht ein
2:2-Remis zu Buche. Die Tore der Steirer Mario Sonnleitner
und Thomas Murg sind zu wenig für einen Sieg,
zudem verhindert Referee Manuel Schüttengruber, der
einen wohl korrekten Treffer von Mario Sonnleitner